InfoCompass Berlin

InfoCompass ist ein Netzwerk von Informationsorten für geflüchtete Menschen und Freiwillige in Berlin. Der erste Infopoint wurde im August 2015 in einer Gemeinschaftsunterkunft der Prisod im Bezirk Reinickendorf eröffnet. Ziel von InfoCompass ist es, Informationen und Angebote für geflüchtete, asylsuchende Menschen oder Neuberliner*innen so zur Verfügung zu stellen, dass sie die Zielgruppe wirkungsvoll erreichen. Das Projekt stützt sich dabei auf drei Ansätze:

Digitale Plattform

Die digitale Plattform (https://www.info-compass.net/) macht Informationen multilingual und geräteübergreifend zugänglich. Sie schafft eine Infrastruktur zur einfache kollaborativen Erfassung und Pflege von Daten. Einträge können über Social Media Kanäle geteilt und druckbare Aushänge erstellt werden. Mit einem Video wird wird die Nutzung der Plattform erklärt.

Lokale InfoPoints

Die InfoPoints ermöglichen Menschen, sich direkt in ihrem Wohnumfeld über verfügbare Angebote, Anlaufstellen und Veranstaltungen zu informieren. Die Räumlichkeiten werden je nach Standort mehrmals wöchentlich geöffnet und personell betreut. Im eigens entwickelten Präsentationssystem sind Informationen in Druckform aber auch digital verfügbar. Auf fest installierten Tablets können Informationen auch ohne eigenes Endgerät abgerufen werden. Es entsteht so ein Raum, um Menschen vor Ort individuell zu beraten, um Veranstaltungen mit Gruppen durchzuführen und um redaktionell an der Weiterentwicklung des Informationsangebots zu arbeiten.

Lokales Netzwerk

Das Projekt basiert auf der aktiven Einbindung eines dichten Netzwerks bestehender Initiativen und Projekte für geflüchtete Menschen, die aktiv an der Aufbereitung und Bereitstellung der Informationen beteiligt werden. Indem Einträge von den Akteur*innen selbst erstellt und aktualisiert werden, erreichen die Angebote eine größere Sichtbarkeit und eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Initiativen untereinander wird möglich. Private und professionelle Unterstützer*innen profitieren gleichermaßen. Sie können ihre Angebote besser darstellen und vermitteln, es wird eine direkte Schnittstelle zu Menschen mit Unterstützungsbedarfen geschaffen und Mitarbeiter*innen werden entlastet, wenn Hilfe zur Selbsthilfe wird.

Das Projekt basiert auf einer gemeinsamen Initiative des ehemaligen Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes Reinickendorf, Oliver Rabitsch, der PRISOD GmbH (www.prisod-wohnen.de), der Albatros gGmbH (www.albatrosggmbh.de) sowie der sozialen Designgruppe place/making (www.place-making.org). Die digitale Plattform erhielt eine Anschubsfinanzierung durch die Pegasus GmbH für soziale und gesundheitliche Innovation (www.pegasusgmbh.de). Seit März 2016 ist InfoCompass ein Projekt vom Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. (www.vska.de/) und place/making – soziale Designprojekte.