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Interview mit Boris (39):
„Ich habe bis vor kurzem aktiv im Vorstand eines Vereines gearbeitet, ob wohl ich eigentlich aus einem ganz anderen Bereich komme und nie im sozialen Bereich gearbeitet habe. Bereits seit einem Jahr war ich am Thema Vermittlungscoaching interessiert, dass ich durch meine Arbeit im Verein kennengelernt habe. Ich musste da immer selbständige Vermittlungscoaches buchen, was teilweise sehr schwer war, da sie immer sehr ausgelastet waren und durch ihre Selbständigkeit sehr unbeständig für uns waren. Durch einen Bekannten erfuhr ich zufällig, dass es eine Ausbildung in Berlin gibt und habe mich sofort dafür angemeldet. Dafür beantragte ich einen Vermittlungsgutschein bei meinem Ansprechpartner im Jobcenter und entschied mich, da ich absoluter Neueinsteiger in dem Berufsfeld war, für die Ausbildung in Vollzeit. Der viele und intensive FpU war für mich sehr wichtig. Zuvor hatte ich keinerlei Erfahrung in Richtung Coach machen können. Durch das Co-Coaching konnte ich viel über die Praxis lernen und mich dann auch irgendwann selber ausprobieren. Die vielen praktischen Teile in der Weiterbildung und die enge Betreuung in der Vollzeitausbildung haben mir geholfen mich besonders persönlich weiterzuentwickeln. Kommunikation, Verhalten und meine Haltung gegenüber den Coachees habe so ich aus einer ganz neuen Perspektive kennengelernt, ich hatte ja vorher keinerlei praktische Erfahrung machen können. Durch intensive Supervisionen meiner Anleiterin konnte ich mich immer neu reflektieren….
…meine berufliche Perspektive hat sich während der Weiterbildung zum Vermittlungscoach entscheidend verändert. Ich will jetzt meinen eigenen Verein gründen, bzw. als Kooperationspartner für soziale Träger das Vermittlungscoaching anbieten. Durch die Weiterbildung konnte ich schon mal sehr gute Kontakte im sozialen Bereich knüpfen und neue Netzwerke aufbauen, die bei der Realisierung meiner Vision helfen werden.
Im Coachingprozess habe ich Gruppen verschiedenen Alters durchlaufen und für mich herausgefunden, dass die Zielgruppe „U25“ (unter 25) mich am meisten interessiert. Ich sehe für mich persönlich den meisten Sinn darin jungen Menschen zu einer Vision zu verhelfen, da sie noch am Anfang stehen. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich zu dieser Altersgruppe einen wirklich guten Draht habe.“
Interview mit Frieder:
„Ich habe Geschichte, Ethnologie und Politik studiert. Dann war ich 1 Jahr arbeitsuchend und bin dann im Februar beim „Brücken“ Projekt von Albatros e.V. gelandet (Feb 2008). Dort habe ich durch Anregung meines Coaches den PVA Kurs gemacht (Personal- und Arbeitsvermittlung). Anschließend bekam ich die Möglichkeit ein Praktikum bei PegasusGmbH im Bereich Arbeitsvermittlung zu machen. Dort wurde ich dann letztendlich als Arbeitsvermittler übernommen. Meine Firma hat mir die Weiterbildung alsVermittlungscoach finanziert.
Als ich bei Brücken anfing hat mein Coach mit mir einen Interessentest gemacht, da ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt keinen Plan hatte was ich mit meinem Leben anfangen soll. Dieser Test, der ein wichtiger Bestandteil des Vermittlungscoachings ist, hat die Bereiche für mich eingeschränkt in denen ich gern tätig sein würde. Dadurch bin ich darauf gekommen, dass ich gern mit Menschen arbeiten würde und im Bereich Kommunikation und Coaching tätig sein würde.
Für mich war die Methode beim Vermittlungscoach einen anderen Umgang mit Menschen zu bekommen sehr wichtig. Außerdem fand ich es spannend Werkzeuge in die Hand zu bekommen, um sich Menschen anders nähern zu können. Der Kurs hat mich in vielen Themenbereichen angekickt und jetzt will ich mehr lernen über Kommunikation und davon Menschen zu begegnen.
Ich möchte mehr über die Techniken und das Gespür wissen, wie sich Menschen oder Gruppen mir anvertrauen und sich mir öffnen, damit ich sie unterstützen kann. Das waren Themenbereiche in den Modulen „Konstruktive Gesprächsführung“ oder „Motivation und Wiederstände“ während der Weiterbildung.
Ich finde die Methode des Vermittlungscoachings nach Thomas Heinle sehr clever, sinnvoll und hilfreich. Aber wie jede Methode möchte ich mich durch sie und sie durch mich weiterentwickeln und erweitern.
Am meisten fasziniert hat mich an der Methode, dass die innere Bedürfniswelt im Mittelpunkt steht und nicht die äußeren Bedingungen. Das finde ich sehr respektvoll daran!
Der Respekt vor dem Bedürfnis des Menschen steht im Mittelpunkt.
Das Wissen um die verschiedenen Werkzeuge in der Arbeit mit Menschen war für mich das Wichtigste in der Weiterbildung, die ich jetzt versuche anzuwenden. Vorher hatte ich schon ein Basiswissen, aber die Methode des Vermittlungscoachings an sich, hat mir mehr Klarheit gebracht.
In der Weiterbildung zum Vermittlungscoach habe ich mich sehr wohl gefühlt. Die Gruppe war toll und ich konnte viele gute Kontakte in den sozialen Bereich knüpfen und von jedem einzelnen der Teilnehmer etwas anderes lernen.
Ich halte sehr viel von der Methode des Vermittlungscoachings nach Thomas Heinle. Ich konnte sie leider bis jetzt noch nicht eigenverantwortlich bis zum Ende durchführen, aber ich freue mich schon darauf.
Ich habe durch die Weiterbildung viele neue Gedanken im Kopf, wie ich meinen Umgang mit Menschen verändern möchte.“
Interview mit Kai (28):
„Ich habe 2008 meinen Abschluss als Diplom-Kaufmann gemacht. Danach war ich ein halbes Jahr als Wirtschaftsprüfungsassistent angestellt, bevor ich eine Festanstellung bei der Pegasus GmbH in der Verwaltung bekommen habe. Mein Arbeitgeber hat mir die Weiterbildung als Vermittlungscoach empfohlen und gleichzeitig auch finanziert. Ich wollte und konnte so einen Einblick in die Arbeit meines Unternehmens bekommen und mein Wissen über die Hintergründe in der sozialen Arbeit vertiefen. Durch die TeilnehmerInnen aus den verschiedensten Bereichen konnte ich mein Verständnis für Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten erweitern, was für mich im Rahmen meiner Tätigkeit in der Verwaltung wichtig ist, um auch unsere Mitarbeiter besser zu verstehen. Ich habe die unterschiedlichsten Menschen in den verschiedensten sozialen Berufen kennengelernt und gute Netzwerke für mich aufbauen können.
Die Weiterbildung hat mir geholfen, meine kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern und Techniken für eine konstruktive Gesprächsführung zu erlernen. Außerdem habe ich gelernt Ideen strukturiert zu entwickeln und umzusetzen. Das VC hat mir auch noch einmal verdeutlicht wie wichtig eine klare Vision und eine Zielgerichtetheit für die persönliche und berufliche Entwicklung ist.
Besonders spannend fand ich auch, dass die Methode des Vermittlungscoachings einen strukturierten Weg aufzeigt um seine Visionen zu verwirklichen, und das nicht nur auf der beruflichen Ebene. Für mich war, im Gegensatz zu den meisten andern Teilnehmern, die die Methode des VC im sozialen Bereich anwenden wollen, die Anwendung für meine persönliche Entwicklung wichtiger. In der Weiterbildung durchleben die TeilnehmerInnen die VC-Methode wie ihre zukünftigen KlientInnen und bekommen so die Möglichkeit an ihren eigenen Visionen und den Stolpersteinen zu arbeiten.
Für mich als Diplom-Kaufmann ist es sehr spannend die VC-Methode auf andere wirtschaftliche Bereiche zu übertragen. Zum Beispiel wenn es um Mitarbeitermotivation geht oder auch um Konzept- und Strategieentwicklung in Unternehmen. Meine Erwartungen wurden hierbei voll erfüllt. Die Energie der Vision wird durch diese Methode optimal genutzt. Die ressourcenorientierte Arbeitsweise die davon ausgeht: „Was du wirklich willst kannst du auch erreichen!“ finde ich besser als die weitverbreitete Meinung: „Das Leben ist kein Ponyhof!“, durch die man beständig in seinen Visionen und Energien gehemmt wird.“
